Frauenweiterbildung, Kultur, Exkursionen und soziales Engagement in Bietigheim seit 2004

Archiv für Januar 2011


Die große Sommerausstellung 2011 im Museum Frieder Burda stellt mit Neo Rauch (*1960) einen der international bekanntesten deutschen Künstler der Gegenwart vor. 36 Hauptwerke der letzten zwanzig Jahre bieten einen eindrucksvollen Blick auf das Schaffen des Leipziger Malers. Chronologisch beginnt der Ausstellungsrundgang im Obergeschoss. Hier finden sich einige der frühesten Werke, die der Künstler öffentlich zur Diskussion stellt.
Die Werke Neo Rauchs sind rätselhaft, bisweilen apokalyptisch. Die düsteren Traumwelten, die während des Malprozesses “zu ihm kommen”, wie der Künstler sagt, üben eine gewaltige Sogkraft aus.

Bis vor kurzem galt Neo Rauch aus Leipzig als ein ganz großer, wenn
nicht der wichtigste Maler unserer Zeit. Nun bröckelt die Fassade. Just
zu seinem 50. Geburtstag am 18. April melden sich Kritiker lautstark zu
Wort und zerlegen den Künstler und sein Werk mit bösen Worten.
Womit hat Neo Rauch diese Häme verdient? Sind alle neidisch, weil seine
Bilder sechsstellige Summen erzielen? Weil er einen Porsche fährt und
mit der Kanzlerin plaudert? Wohl kaum, da gibt es teurere und reichere
Künstler. Muss einfach jeder, der auf der Leiter nach oben gestiegen
ist, auch wieder runterfallen? Oder sind es wirklich seine Bilder, die
das Publikum so entzweien. Diese perfekt gemalten Werke, fast
altmeisterlich schön, aber doch so düster, so bedeutungsschwer, so
altmodisch, dass viele es nicht aushalten können.
“Wird sein Ruhm von Dauer sein?”, fragt das Kunstmagazin “art”
deshalb scheinheilig. Und versucht eine Einordnung: Ist Neo Rauch so
bedeutend wie Raffael und Picasso? Oder doch nur eine
Zeitgeist-Erscheinung? Womöglich wurde er nur berühmt, weil er nach der
Wende die Sehnsucht der Sammler nach “Ostkunst” befriedigte. Vor allem
die US-Amerikaner riss er damals zu Begeisterungsstürmen hin, für sie
war er ein wundersames Wesen aus einer anderen Welt. Einer, der malte in
Zeiten der Foto- und Videokunst. Der charmant und doch ein wenig
schüchtern war und dazu noch Ossi – ein Exot im Kunstbetrieb, damals,
vor fast 20 Jahren, als alles anfing mit Neo Rauchs Karriere.
Und was noch vor kurzem ein Plus war, seine
Heimatverbundenheit, ist nun zum Vorwurf geworden. Neo Rauch ist immer
in Leipzig geblieben und hat es gewagt, sich auf seinen Geburtstort und
die Landschaft drum herum zu beschränken und alle Angebote aus New York
oder London abzulehnen. Er hat nicht mitgespielt im Karussell des
Kunstbetriebs. Und dreht sich nun, so der Vorwurf, nur noch im Kreis,
erstarrt in seiner immer gleichen, düsteren Malerei.
Ärgert sich Rauch über sowas? Ja, sehr sogar. Er sehe sich “Anwürfen und
Dackelbissen ausgesetzt”, sagte er. Am liebsten würde er den Kritikern
eins auf die Nase geben, gibt er im /stern/-Interview zu. Macht er aber
dann doch nicht. Sondern malt lieber weiter. Zum Beispiel
“Gewalttätigkeiten, die unmittelbar auf solche Schmieranten
zurückgehen.” Und in zehn Jahren ist sowieso wieder alles anders.
Artikel von Anja Loesel

p>Dschihad, Kreuzzüge, fundamentalistische Gewalt – die Geschichte des Christentums wie des Islam ist voll von blutigen Ereignissen. Zugleich sind beide Religionen Quelle für Frieden, Nächstenliebe und Menschenwürde. Die Bedeutung von Aggression und Friedfertigkeit in den Schriften und Traditionen beider Weltreligionen möchte ich im Seminar näher betrachten.

In Nordafrika erleben wir gegenwärtig politische Unruhen ungeahnten Ausmasses. Oft werden Muslime mit Terror in Verbindung gebracht. Daher fürchten die westlichen Demokratien nichts mehr als muslimisch geprägte Regierungen als Folge der momentan zu beobachtenden Unruhen.

Dabei kann lediglich jeder 14. Moslem (sieben Prozent) als „politisch radikalisierter“ Extremist  eingestuft werden. Dagegen sind  93 Prozent der in einer Studie Befragten „politisch moderate“ Muslime. Selbst diejenigen, die den Terrorismus zumindest stillschweigend dulden, sind demnach in der Minderheit. Extremisten werden offenbar nicht aus großer Religiosität oder Armut geboren, sondern aus politischen Gründen.

Im Seminar möchte ich einen möglichst unvoreingenommenen Blick auf dieses spannende Thema werfen.

Abfahrt: 7.00 Uhr in Besigheim beim Fit-Kom.
Ankunft in Nürnberg gegen 10.00 Uhr (mit kurzer Rast vorher)

10.00 Uhr: Fahrt mit Bus durch das Reichsparteitagsgelände (mit Führer); Dauer ca. 1 Std.
11.00 Uhr: Führung im Dokumentationszentrum bis gegen 13.00 Uhr (Stühle zum Sitzen vorhanden)

Fahrt mit Bus in Innenstadt

13.30 Uhr: gemeinsames Mittagessen im „Bratwurst-Röslein“ (nicht im Preis inbegriffen)

16.00 Uhr: Treffpunkt am Bus in Augustiner Straße; Fahrt mit Bus durch Altstadt (mit Führerin); Dauer ca. 30 min

Ausstieg auf Burg, danach Stadtführung durch Altstadt bis gegen 18.00 Uhr

18.00 Uhr: Einstieg in Bus in Augustiner Straße; Rückfahrt

Ankunft in Besigheim gegen 21.00 Uhr

Der „H-Sonderauftrag“ Heinrich Himmlers zählt zu den obskursten Befehlen des „Reichsführers SS“.  Diese skurrile Begebenheit des Dritten Reiches soll uns als Ausgangspunkt für eine Beschäftigung mit dem Thema der Hexenverfolgung dienen. Bis heute ist nicht geklärt, wie der Hexenwahn zustande kam. Räumlich und zeitlich trat er in Schüben auf.  Die Hexenverfolgung ist vor allem ein Phänomen der Frühen Neuzeit und ist – global betrachtet – bis in die Gegenwart  verbreitet. Anhand von Texten aus dem „Hexenhammer“ und umfangreichem Filmmaterial möchte ich mich mit Ihnen zusammen dem Thema nähern.

Andrea Rudolph-Hoffmann

Der Großvater von Käthe Kollwitz, Julius Rupp, gründete in Königsberg die erste “Freie evangelische Gemeinde” Deutschlands und wurde deren erster Prediger.
Ihr Vater, Carl Schmidt, hatte Jura studiert, musste jedoch die juristische Laufbahn wegen seiner Zugehörigkeit zur “Freien evangelischen Gemeinde” aufgeben. Er erlernte daraufhin das Maurerhandwerk und wurde ein erfolgreicher Bauunternehmer.
Die zeichnerische Begabung Käthe Kollwitz wurde vom Vater entdeckt. Sie erhielt ersten Unterricht in Königsberg bei dem Maler Gustav Naujok und dem Kupferstecher Rudolf Mauer.
1886 besuchte sie für ein Jahr bei Karl Stauffer-Bern auf der Berliner Künstlerinnenschule die Malklasse für Portraitstudien. Zurück in Königsberg erhielt sie Unterricht bei dem Maler Emil Neide. Von 1888 bis 1890 studierte sie an der Münchner Künstlerinnenschule.
1891 heiratete Käthe Kollwitz den Arzt Dr. Karl Kollwitz, übersiedelte mit ihm nach Berlin, wo Karl Kollwitz im Bezirk Prenzlauer Berg eine Kassenarztpraxis eröffnete.
Unter dem Eindruck der Uraufführung des Dramas von Gerhard Hauptmann “Die Weber” arbeitete sie an ihrem ersten druckgraphischen Zyklus “Ein Weberaufstand”. Damit gelang ihr der künstlerische Durchbruch. Sie erhielt einen Lehrauftrag an der Berliner Künstlerinnenschule für Radieren und Zeichnen.
Für ihren zweiten Zyklus “Bauernkrieg” besuchte Käthe Kollwitz die Academie Julian in Paris, um sich die Grundlagen zu erwerben. Ihr wachsendes Interesse an der Plastik führte sie auch in das Atelier von Auguste Rodin.
1909 begann Käthe Kollwitz mit plastischen Arbeiten. Sie war freie Mitarbeiterin des “Simplicissimus” und setzte ihre Graphik zunehmend als Instrument für soziales und politisches Engagement ein.

Das Seminar beginnt mit einer kurzen Theoriephase.
In dieser sollen mögliche Missverständnisse über “Zivilcourage” geklärt sowie ein Grundverständnis von Zivilcourage und notwendige Regeln, die es zu beachten gilt, erläutert werden.
Im gemeinsamen Austausch können die Teilnehmerinnen eventuell schon gemachte Erfahrungen reflektierend betrachten und zur Theorie in Bezug bringen.
Anhand eines Beispielfalles werden wir verschiedene Möglichkeiten ausprobieren und auswerten.
Die im Seminar erlernten Strategien können von den Teilnehmerinnen sofort im Alltag umgesetzt werden.

Susann Winkler

Wir treffen uns um 13.55 Uhr vor dem Eingang des  Museums am Löwentor. Die Führung wird ca. 1 Stunde dauern, dann begeben wir uns zu Fuß zum Schloss Rosenstein. Hier beginnt die Führung um 15.30 Uhr.

Es steht fest: das Klima ändert sich, die Durchschnittstemperaturen auf der Erde steigen. Es steht auch fest, dass wir Menschen an dieser Gradwanderung nicht ganz unschuldig sind. Der massive Ausstoß von Treibhausgasen gilt als Hauptursache der globalen Erwärmung. Eine zentrale Rolle spielt dabei das bei allen Verbrennungsvorgängen als Endprodukt anfallende Kohlendioxid (CO2).

Der aktuelle Klimawandel wird aus zwei Perspektiven und an zwei Standorten beleuchtet:

- Die Vergangenheit erhellt die Zukunft: die Erde und ihre Atmosphäre sind höchst dynamische Systeme. Die letzte Eiszeit ist erst vor 10.000 Jahren zu Ende gegangen. Vor dem Eiszeitalter herrschten zeitweise tropische Bedingungen in Deutschland. Klimawandel gab es also “schon immer”.
Welche Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle? Und welche Zusammenhänge gibt es zwischen Klimaänderungen und den teilweise dramatischen Massenaussterben der Erdgeschichte?

- Klimawandel aktuell: was passiert im Augenblick – global und regional in Baden-Württemberg? Welche Prognosen sind wahrscheinlich? Bleibt es bei 2 Grad plus und was bedeutet das? Wir reagieren Tiere und Pflanzen?

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