Frauenweiterbildung, Kultur, Exkursionen und soziales Engagement in Bietigheim seit 2004

Archiv für November 2010


Kalligraphie: (griechisch kállos, Schönheit bzw. kàlos, schön, gut und gràphein, schreiben) ist die Kunst des “Schönschreibens” von Hand, mit Federkiel, Pinsel, Tinte oder anderen Schreibutensilien. Das Ansehen der Kalligraphie ist in der Kulturgeschichte überall dort gegeben, wo das Abschreiben heiliger Texte selbst als sakraler Vorgang eingestuft wird: so entwa traditionell im Christentum bei der Kopie der Bibel oder im Islam, wo die Basmala die häufigste kalligrapfische Form ist. Noch heute ist auch für die chinesische und japanische Schriftkultur die Kalligraphie wichtig und inspirierend. Wichtiger als die Lesbarkeit ist dabei die Erzielung perfekter ästhetischer Ausgewogenheit und das Sichtbarmachen von Emotionen.
Monika Genssle wird uns in die Kunst der Kalligraphie einführen.

Philosophie: “Lebenskunst: Reflexionen über das Schweigen und die Stille”.
‘Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen. – Es gibt allerdings Unaussprechliches. Dies zeigt sich, es ist das Mystische.’
Schlichte Formulierungen des Philosophen Ludwig Wittgenstein, die Laune machen, einmal über den Wert des Schweigens nachzudenken. Wissen wir um ihn? Worin könnte er liegen? Schweigen ermöglicht zB Stille. Und eines scheint auch gewiss: wer schweigt, kann nichts Verkehrtes sagen!
Manch Ein(n) von uns locken die Reize des Sprechens dennoch mehr. Was lässt sich sagen über das Verhältnis von Sprechen und Schweigen? Und wie finden wir unsere ganz persönliche Balance?
Am Vormittag gibt die Dozentin Julia Hellermann Impulse und Denkanstösse. Auf jeden Vortragsteil folgt eine Diskussionsphase. Am Nachmittag ist ‘Werkstattphilosophie’ angesagt: die Teilnehmerinnen beziehen das Gehörte auf ihr eigenes Leben, treten in einen Austausch miteinander und ’spinnen’ gemeinsam Gedanken weiter.

Programm:
Mittwoch, 13. April 2011
10.00 Uhr   Ankunft und Zimmerbezug
11.00 Uhr   Einführung in die Kunst der Kalligraphie mit Monika Genssle
13.00 Uhr   Mittagessen
nachmittags Kalligraphie-Übungen; Nachmittagskaffee
18.00 Uhr   Abendessen
19.30 Uhr   Gemütliches Beisammensein

Donnerstag, 14. April 2011
10.00 Uhr   Philosophie mit Julia Hellermann
13.00 Uhr   Mittagessen
15.00 Uhr   Werkstattphilosophie; anschließend Nachmittagskaffee
17.00 Uhr   Abschlusstreffen, Reflexion
18.00 Uhr   Abreise

Es gelten folgende Stornierungsgebühren: Anreisetag 100%; bis 14 Tage 66%; bis 21 Tage 33%; bis 22 Tage 20%; 3 Monate vor Veranstaltung 0%.

Wir treffen uns um 8.50 Uhr am Info-Punkt im Bahnhofsturm Stuttgart.
Ab 9.00 Uhr werden wir mit der Referentin Brigitte Knorr eine ausführliche Begehung des Geländes inklusive “Zukunftsvision” machen.
Von 10.00 bis 10.45 Uhr wird uns Frau Knorr durch die Ausstellung “S21″ im Bahnhofsturm führen.

Die Klostermedizin beruht auf der antiken Lehre der Humoralpathologie (Säftelehre). Hiervon ist Hildegard von Bingens Verständnis von Gesundheit und Krankheit stark beeinflusst.
In diesem Seminar beschäftigen wir uns intensiv mit der Kräuterheilkunde Hildergard von Bingens und ihre Bedeutung für unsere Gegenwart.
Ein Kräuter-Workshop ist ebenso geplant wie das Anschauen des Filmes über Hildegard von Bingen (Vision).

Andrea Rudolph-Hoffmann

Umweltkatastrophen, Ressourcenverschwendung und Raubbau an den natürlichen Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen zeigen immer deutlicher, dass wir unsere Marktwirtschaft zu einer sozialen und ökologischen Marktwirtschaft weiterentwickeln müssen.
Aber wie soll das gehen?
Im Seminar werden Kriterien vorgestellt, die umweltgerechtes Wirtschaften ermöglichen können.
Jede Einzelne von uns ist gefordert, die Grundlage für ein nachhaltiges Wirtschaften zu legen.

Andrea Rudolph-Hoffmann

“Es zerfiel mir alles in Teile, die Teile wieder in Teile und nichts mehr ließ sich mit einem Begriff umspannen. Die einzelnen Worte schwammen um mich; sie gerannen zu Augen, die mich anstarrten und in die ich wieder hineinstarren muss: Wirbel sind sie, in die hinabzusehen mich schwindelt, die sich unaufhaltsam drehen und durch die hindurch man ins Leere kommt.” (Hugo von Hofmannsthal)
Die Frage, ob “die Sprache der adäquate Ausdruck aller Realitäten” sei, stellte bereits Friedrich Nietzsche. Die Erkenntnis, dass die Sprache versagt, dass sie die Welt nicht adäquat wiedergeben kann, führte schließlich um 1900 zu einer tief empfundenen Skepsis gegenüber den Möglichkeiten des sprachlichen Ausdrucks. Das Vertrauen in die Sprache zerbröckelte. Wenn der Zusammenhang von Sprache, Ich und Welt nicht mehr als selbstverständlich betrachtet wird, muss die Literatur ihre Bedingungen und Voraussetzungen überdenken und neu bestimmen. Dies führte in dem Jahrzehnt vor und nach 1900 zu einem Nachdenken über die Möglichkeiten und Bestimmungen von Dichtung.
Anhand verschiedener Texte – zB Hofmannsthals “Brief des Lord Chandos” oder Rainer Maria Rilkes “Neue Gedichte” – soll die Sprachkrise dargestellt werden. Außerdem soll an Textbeispielen gezeigt werden, wie die Sprachkrise die weitere Entwicklung der Literatur beeinflusste. In der Literatur der Moderne rückte, wie zB die zahlreichen Sprachspiele bei James Joyce zeigen, das Medium Sprache in den Mittelpunkt des Interesses.

Anette Ochsenwadel

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