Frauenweiterbildung, Kultur, Exkursionen und soziales Engagement in Bietigheim seit 2004

Archiv für Juli 2012


Um 1900 breitete sich in ganz Europa ein neuer Stil aus. Anlass war der Protest gegen den Historismus und die Folgen von Industrialisierung und Massenproduktion.

Gleichzeitig war die Bautätigkeit groß, die Bürger des aufstrebenden Mittelstandes wollten sich mit repräsentativen Bauten ein Denkmal setzen.

Bei unserem Stadtspaziergang werden wir das Typische am „Stuttgarter Jugendstil“ erkunden. Die Tour führt durch den Stuttgarter Süden und die Innenstadt und endet in einem der schönsten Gebäude Stuttgarts, der Markthalle. Hier kann dann noch ausgiebig eingekauft und geschlemmt werden.

Karin Garbas

Emotionen setzen wir normalerweise mit dem gleich, was wir fühlen, doch das führt in die Irre, denn es beschreibt nur die Hälfte der Wahrheit – jene, die wir bewusst wahrnehmen. Emotionen sind nämlich automatische Antworten des Körpers auf eine bestimmte Situation, sie sind im Körper verwurzelte Überlebensmechanismen. Ein Gefühl erleben wir, wenn wir solche Emotionen bewusst wahrnehmen.
Bestimmen nun Gedanken oder eher Gefühle oder eher Emotionen unser Handeln? Wie beeinflusst unser Denken unsere Wahrnehmung? Eines ist sicher: wir denken weniger, als wir denken!

Marie-Luise Hepp

Drama (altgriechisch “Handlung”) ist ein Oberbegriff für Texte mit verteilten Rollen. Die Dramatik ist neben Epik und Lyrik eine der drei grundlegenden literarischen Gattungen.
(…) Drama ist Theater mit Textgrundlage, im Unterschied zum improvisierten Stegreiftheater.
Das Hauptkennzeichen des Dramas nach Aristoteles ist die Darstellung der Handlung durch Dialoge. Dadurch unterscheidet es sich in der Antike vom erzählenden Epos – seit der Neuzeit unterscheidet es sich damit hauptsächlich vom Roman. (…)
Das europäische Drama entstand zur Zeit der griechischen Antike im 5. Jahrhundert v.Chr. in Athen: Aischylos, Sophokles und Euripides waren die wichtigsten Dichter der Tragödie. Aristoteles unterteilte im darauf folgenden Jahrhundert in seiner Poetik das Drama in die Tragödie und die später entstandene Komödie. Seine Theorie der Katharsis wurde wegweisend für die europäische Dramengeschichte. (…)

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Drama

Wie im vergangenen Jahr wollen wir auch in 2012 ein gemeinsames Frühstück und ein gemütliches Beisammensein zum Jahresausklang genießen.

In Athen steht die Wiege der Demokratie. Vor etwa 2500 Jahren wurde dort nach und nach eine Verfassungsordnung geschaffen, die zum Vorbild aller demokratischen Verfassungen wurde.
Im archaischen Königtum bildet die Königsburg den Kern der Stadt, um den sich alles übrige gruppiert. (….) In Griechenland konnten die Adligen sehr bald die Vorherrschaft des Königs zurückdrängen; das Amt des Königs wurde nicht abgeschafft, sondern in seinen Funktionen entscheidend beschnitten, auf die Sphäre des Kultisch-Religiösen und einige richterliche Entscheidungen reduziert. Das Sagen hatten fortan die großen Adelsgeschlechter. Aus ihrer Mitte bestimmten sie die Archonten, die Regierenden, die nach Ablauf ihrer Amtszeit auf Lebenszeit Mitglied des Rats wurden. Diese aristokratische Herrschaft geriet bald in eine tiefe Krise. Der Druck wachsender Überbevölkerung leitete im achten Jahrhundert eine Kolonisationsbewegung ein; Griechen besiedelten die Küstengebiete des Mittelmeeres in Kleinasien, Nordafrika, Sizilien, Unteritalien, Südfrankreich bis hin nach Spanien und gründeten neue Gemeinwesen, die von der Mutterstadt entweder ganz unabhängig waren oder mit ihr nur in loser Verbindung standen.

Die kleinen Bauern gerieten in immer größere Abhängigkeit von den großen Grundbesitzern; sie verschuldeten sich, ein Teil wurde in die Sklaverei verkauft. Die Handelsbeziehungen intensivierten sich. Es entstand eine neue Form des Reichtums: Vermögen, das durch Handel mit Metallen, Töpferwaren, Getreide, Öl und Wein erworben wurde. Der Warentausch breitete sich immer mehr aus; die ersten Münzen wurden geschlagen. Kurz, die sozialen Spannungen in Athen wuchsen ungeheuer. Damit war ein Prozess eingeleitet, dessen Resultat die Entmachtung des Erbadels war. Es entstand ein öffentliches Leben, an dem die Bürger teilnehmen konnten.
Dies war die Stunde des ersten großen Gesetzgebers der Athener, die Stunde Solons (um 640-560 vChr). (…) In seiner Verfassungsreform schuf Solon zwei neue Organe: den Rat der Vierhundert als Gegengewicht gegen den aristokratischen areopag und das Volksgericht als Berufungsinstanz des Bürgers gegen Maßnahmen staatlicher Organe. Solon hat die althergebrachte Aristokratie des Erbadels ersetzt durch eine Timokratie, die Herrschaft der im Reichtum begründeten Ehre. (…)
Die politische Grundlage der attischen Polis hat Kleisthenes geschaffen. Seine Lebensdaten sind nicht näher bekannt. Seine Verfassungsreform scheint er bald nach 510 vChr eingeleitet zu haben. Auch er stammte aus vornehmstem Geschlecht. Das Motiv seiner Reform ist wohl in der Auseinandersetzung mit einem anderen Adelsgeschlecht zu suchen.
Er darf als der eigentliche Schöpfer einer Demokratie gelten, die auf gleichen Rechten für alle Staatsbürger beruht. (…)

Quelle: www.dadalos-d.org/deutsch/demokratie/grundkurs2/antike/entwicklung.htm

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit der Korea Foundation. Erstmals werden die Spitzenstücke zehn deutscher Museen in einer gemeinsamen Schau präsentiert. Ausgesuchte Malereien und eine hochkarätige Auswahl koreanischen Kunsthandwerks vermitteln einen Eindruck von der Vielgestaltigkeit und Ästhetik koreanischen Kunstschaffens und geben bis in die Gegenwart reichende Einblicke in die koreanische Kultur und Geschichte.

Aus Angst als kleines Land von seinen mächtigen Nachbarn China und Japan absorbiert zu werden, betrieb das koreanische Königreich über Jahrhunderte eine rigorose Abschottungspolitik. Diese Isolierung wurde erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts beendet, als Japan 1876, nach einer Demonstration militärischer Stärke, die Öffnung verschiedener koreanischer Häfen für den Handel durchsetzte.

Mit der Öffnung Koreas für die Außenwelt und der formellen Etablierung diplomatischer Beziehungen im Jahr 1883 kamen nun auch erstmals deutsche Diplomaten, Händler, Missionare und Reisende in größerer Zahl in das bis dahin verschlossene Land. Heute verdanken viele deutsche Museen diesen “Pionieren” den Grundstock für ihre Koreasammlungen.

Quelle: http://www.lindenmuseum.de

Bis zum Jahr 1910 war Korea ein eigener Staat auf der Koreanischen Halbinsel, der sich aus Angst vor seinen starken Nachbarn China und Japan jahrhundertelang abgeschottet hatte.

Aus diesem Grund bildete sich eine homogene Kultur und Gesellschaft, die wir im Seminar eingehender betrachten wollen. Es werden die großen Epochen der koreanischen Geschichte vorgestellt: die Joseon-Zeit (1392-1910), die Goryeo-Dynastie (918-1392), die Zeit des Vereinigten Silla-Reiches (668-935) und die Epoche der Drei Königreiche (57 v. Chr. – 668 n. Chr.). Einzelne Themenbereiche, die charakteristisch für das Leben in den verschiedenen Epochen waren, möchte ich intensiver behandeln. Konfuzianische und buddhistische Bräuche prägen bis heute das Leben, obgleich Südkorea als einer der Tigerstaaten in den letzten 20 Jahren einen rasanten Wandel durchgemacht hat.

Vertieft wird der im Seminar behandelte Stoff durch einen gemeinsamen Besuch der im Lindenmuseum stattfindenden Ausstellung „Entdeckung Korea – Schätze aus deutschen Museen“.

Andrea Rudolph-Hoffmann

„Lust ist gut“, sagte Epikur, gründete eine Philosophenschule und schuf eine Philosophie, die „das Leiden der Seele vertreiben“ sollte. Epikur war „Glücksforscher“: Er wollte herausfinden, was bleibende Freuden verschafft und Wege dorthin aufzeigen. Sinnliche Genüsse klammerte er dabei keineswegs aus. Viele von uns mögen das sympathisch finden, doch seinerzeit gehörte Epikur zu den meistgeschmähten Philosophen. So nannte ihn der strenge römische Stoiker Epiktet schlicht einen „Wüstling“.

War Epikur wirklich der, für den man ihn teilweise heute noch hält? Lesen wir nach, so erfahren wir: „Lust ist gut, jedoch nicht jede ist wählenswert…“ Für ein lustvolles Leben braucht es also „Köpfchen“, meinte Epikur und gab uns wertvolle Weisungen in Form von Lehrsätzen und Sprüchen mit auf den Weg.

Der Vormittag lädt dazu ein, in Epikurs geistiger Hinterlassenschaft zu stöbern und vielleicht manche Entdeckung zu machen!

Julia Hellermann

Um 1900 breitete sich in ganz Europa ein neuer Stil aus. In Deutschland nennt man ihn Jugendstil, in Frankreich und Belgien spricht man z.B. von „Art Nouveau“, im englischsprachigen Raum von „Modern Style“ und in Spanien vom „Stile Modernista“.

So unterschiedlich die Bezeichnungen, so einig sind sich die Anhänger der Bewegung in ihrer Zielsetzung: Protest gegen den Historismus und die Folgen von Industrialisierung und Massenproduktion. Zentrales Stilelement des Jugendstils ist die geschwungene Linie, aber auch die Darstellung symbolischer Gestalten und verschlungener Blüten- und Blattornamenten. Neue Materialien wie Stahl, Eisen und Glas boten neue Ausdrucksmöglichkeiten. Die Bautätigkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts war groß, für den aufstrebende Mittelstand waren ihre Villen und Wohnhäuser Visitenkarten, sie wollten sich mit repräsentativen Bauten ein Denkmal setzen. Trotz Krieg und Zerstörung können wir heute noch sehen, wie dieser neue Stil das Bild unserer Städte geprägt hat.

Aber auch viele andere Bereiche des täglichen Leben wurden vom Jugendstil beeinflusst, von Haushaltsgegenständen, über Bekleidung, Schmuck, Glaskunst, Möbel, bis zu der Gestaltung von Plakaten.

Die Entstehung und Ausbreitung des Jugendstils in den einzelnen Ländern, seine Auswirkungen auf die Architektur, Kunst und Design, aber auch die maßgeblichen Künstlerpersönlichkeiten und ihre wichtigsten Werke, werden wir im Seminar beleuchten.

Karin Garbas

Populäre Seiten

  • Satzung
  • Unsere Veranstaltungen
  • Infos über die Akademie
  • Unsere Dozentinnen
  • Aktuelles Semester
  • Kontakt