Frauenweiterbildung, Kultur, Exkursionen und soziales Engagement in Bietigheim seit 2004

Archiv für Juli 2010


Die Frage der Gerechtigkeit in der Philosophie
Wir beginnen mit einem philosophischen Gespräch. Angeregt und geleitet durch die Dozentin suchen wir zunächst einmal selbst nach Antworten auf Fragen wie: “Was ist gerecht? Was ist ungerecht? In welchen Situationen stellt man sich überhaupt die ‘Gerechtigkeitsfrage’? Warum soll man ‘gerecht’ sein? Und wer sorgt letztendlich für Gerechtigkeit?”
Anschließend werden streiflichtartig Positionen aus der Geistesgeschichte dargestellt und diskutiert. Der Fokus ist weit gewählt: er reicht von der Antike bis zur Gegenwart, von Platon bis zu Rawls und Amartya Sen.

Oft gemalt, liegt die mittelalterliche Altstadt mit engen Gassen und Winkeln auf einem Bergsporn, der ursprünglich an drei Seiten von Neckar und Enz umschlossen war. Nach Verlegung des Neckars entstanden auf dem Kies, zwischen Altstadt und Neckarkanal, ein Industriegebiet und das Bildungs- und Sportzentrum. Von der Enzbrücke aus bietet sich die langgezogene Silhouette der Stadt besonders eindrucksvoll als eine unregelmäßige, aber harmonische Abfolge von Giebeln, Wänden und Dächern dar, aus denen der spätgotische Bau des Rathauses und der Obere und Untere Turm herausragen. Der gesamte Stadtkern steht unter Denkmalschutz.

Stuttgart – Landeshauptstadt, Automobilstadt, Medienstadt, Kulturstadt, Sportstadt, Stadt zwischen Wald und Reben.
Bei einem Stadtspaziergang wollen wir ein Stück Stadt erspüren.
Der Stadtspaziergang beginnt am Charlottenplatz vor dem Wilhelmspalais und geht zunächst quer durch das Bohnenviertel, das als erstes Wohnquartier im 15. Jahrhundert außerhalb der Stadtmauer entstanden ist. Es herrschte eine friedliche Koexistenz zwischen Handwerkern, Kaufleuten und Gastwirten. Diese typische Mischung hielt sich über Jahrhunderte und ist heute noch spürbar. Zwischen 1979 und 1987 erhielt das Bohnenviertel eine international beachtete Sanierung mit dem Ziel, die historisch gewachsene Bewohnerstruktur zu erhalten bzw. wiederherzustellen.
Über das Leonhardsviertel führt der Weg dann ins Heusteigviertel, ein Wohnquartier mit vielen Bürgerhäusern aus der Zeit der Jahrhundertwende, die zum Teil mit sehr schönen Bauornamenten ausgestattet sind.
Entdecken Sie die verschiedenen Stadtquartiere mit ihren ganz besonderen Eigenheiten. Was macht die Identität, die Atmosphäre dieser Stadtteile aus?
Der Spaziergang endet im Weißenburgpark mit einem grandiosen Ausblick über die Stadt.

Karin Garbas

Terminplan:
Treffpunkt 9.05 Uhr vor der Touristinformation Königstraße 1 a (gleich nach Ausgang aus Klettpassage in Richtung Königstraße).
Von hier aus gemeinsam zu Fuß durch den Stadtgarten zum Wilhelmspalais oder Fahrt mit U-Bahn bis Charlottenplatz (wird noch besprochen).
Dauer (inklusive Kaffeepause) mind. 2,5 Stunden.
Spaziergang endet am Weißenburgpark um ca. 12.30 Uhr. Zurück zum Hauptbahnhof kommt man dann mit der U-Bahn.
Details werden im Architektur-Seminar besprochen (wer sich nur für die Exkursion anmeldet, wird ggf. rechtzeitig informiert).

Städte sind faszinierende Orte des Handels, des Wohnens, des Austauschs von Informationen, an denen unterschiedliche Menschen, Kulturen, Meinungen und Lebensformen aufeinandertreffen. 75 % der Weltbevölkerung wird im Jahr 2050 in Städten leben.
Megacities sind Städte mit einer Einwohnerzahl von mehr als 10 Millionen. Diese riesigen Gebilde wachsen und wuchern ungehemmt und ungeordnet, es droht ihnen oftmals der totale Kollaps. Mit Istanbul, als die Schnittstelle zweier Kontinente, und Kairo, als die größte Stadt auf dem afrikanischen Kontinent, werde ich Ihnen zwei Megacities vorstellen.
Curitiba, eine brasilianische Millionenstadt wird “Stadt der Menschen” genannt, hier gibt es ungewöhnlich viele intelligente und fürsorgliche Ideen für ein besseres Leben. Wieso gerade hier? Was ist anders in dieser Stadt?
Stuttgart, Landeshauptstadt, Automobilstadt, Kulturstadt, Stadt zwischen Wald und Reben. Bei einem Stadtspaziergang durch verschiedene Stadtteile Stuttgarts, wie das Bohnenviertel, das Leonardsviertel und das Heusteigviertel, werden wir ein Stück Stadt erspüren (siehe Exkursion: Stuttgart).

Mit folgenden Fragen beschäftigen wir uns besonders:

  • wie haben sich diese Städte entwickelt?
  • was macht die Identität dieser Städte aus?
  • wie wird Alltag in diesen Städten gelebt?
  • Wie könnte die Zukunft dieser Städte aussehen?
  • Liegen in der Verstädterung eher Chancen für Entwicklung und Freiheit oder überwiegen die Gefahren der urbanen Katastrophen?

Karin Garbas

“Am Anfang war das Wort. Die Sprache ist die Erde, die er immer und immer wieder pflügt und formt. Die Sprache ist seine Erde. Er geht mit ihr um, wie der Steinklopfer mit dem formlosen Berg. Er schlägt sie kreuz und klein…”, so Iwan Goll über das Werk von James Joyce (1882-1941), der – als einer der wichtigsten Wegbereiter moderner Literatur – am heutigen Vormittag vorgestellt werden soll. Sein “Ulysses”, der als zentrales Werk der literarischen Moderne gilt, irritiert durch experimentelle Erzählweise bis heute so manchen Leser. Nicht nur das Schreiben verändert sich, auch an den Leser werden neue und ungewohnte Anforderungen gestellt.
Anhand ausgewählter Textbeispiele aus den Werken “Ein Porträt des Künstlers als junger Mann” und “Ulysses” werden die Merkmale modernen Erzählens vorgestellt: die Sprachspiele des irischen Dichters sind Spiegelungen moderner Welterfahrung.

Anette Ochsenwadel

Die Klostermedizin beruht auf der antiken Lehre der Humoralpathologie (Säftelehre). Hiervon ist Hildegard von Bingens Verständnis von Gesundheit und Krankheit stark beeinflusst.
In diesem Seminar beschäftigen wir uns intensiv mit der Kräuterheilkunde Hildergard von Bingens und ihre Bedeutung für unsere Gegenwart.
Ein Kräuter-Workshop ist ebenso geplant wie das Anschauen des Filmes über Hildegard von Bingen (Vision).

Andrea Rudolph-Hoffmann

Umweltkatastrophen, Ressourcenverschwendung und Raubbau an den natürlichen Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen zeigen immer deutlicher, dass wir unsere Marktwirtschaft zu einer sozialen und ökologischen Marktwirtschaft weiterentwickeln müssen.
Aber wie soll das gehen?
Im Seminar werden Kriterien vorgestellt, die umweltgerechtes Wirtschaften ermöglichen können.
Jede Einzelne von uns ist gefordert, die Grundlage für ein nachhaltiges Wirtschaften zu legen.

Andrea Rudolph-Hoffmann

“Es zerfiel mir alles in Teile, die Teile wieder in Teile und nichts mehr ließ sich mit einem Begriff umspannen. Die einzelnen Worte schwammen um mich; sie gerannen zu Augen, die mich anstarrten und in die ich wieder hineinstarren muss: Wirbel sind sie, in die hinabzusehen mich schwindelt, die sich unaufhaltsam drehen und durch die hindurch man ins Leere kommt.” (Hugo von Hofmannsthal)
Die Frage, ob “die Sprache der adäquate Ausdruck aller Realitäten” sei, stellte bereits Friedrich Nietzsche. Die Erkenntnis, dass die Sprache versagt, dass sie die Welt nicht adäquat wiedergeben kann, führte schließlich um 1900 zu einer tief empfundenen Skepsis gegenüber den Möglichkeiten des sprachlichen Ausdrucks. Das Vertrauen in die Sprache zerbröckelte. Wenn der Zusammenhang von Sprache, Ich und Welt nicht mehr als selbstverständlich betrachtet wird, muss die Literatur ihre Bedingungen und Voraussetzungen überdenken und neu bestimmen. Dies führte in dem Jahrzehnt vor und nach 1900 zu einem Nachdenken über die Möglichkeiten und Bestimmungen von Dichtung.
Anhand verschiedener Texte – zB Hofmannsthals “Brief des Lord Chandos” oder Rainer Maria Rilkes “Neue Gedichte” – soll die Sprachkrise dargestellt werden. Außerdem soll an Textbeispielen gezeigt werden, wie die Sprachkrise die weitere Entwicklung der Literatur beeinflusste. In der Literatur der Moderne rückte, wie zB die zahlreichen Sprachspiele bei James Joyce zeigen, das Medium Sprache in den Mittelpunkt des Interesses.

Anette Ochsenwadel

Die große Sommerausstellung 2010 im Museum Frieder Burda in Baden-Baden vereint etwa 100 herausragende Werke von Joan Miró (1893-1983), die sechs Jahrzehnte des Schaffens des katalanischen Künstlers widerspiegeln. Die Gemälde, Skulpturen und Keramiken werden in den großen, hellen Sälen des Museums präsentiert, die eigens zu diesem Anlass umgestaltet wurden. Zur Verfügung gestellt werden sie sowohl von bedeutenden öffentlichen Sammlungen wie dem Centre Pompidou, der Fundació Joan Miró in Barcelona und Palma de Mallorca, der Fondation Beyeler in Riehen, den Kunstmuseen Basel und Bern, der Philips Collection in Washington, dem Museo Thyssen-Bornemisza in Madrid als auch von zahlreichen Privatsammlungen in Europa und den USA.
Die Ausstellung setzt den Schwerpunkt auf bestimmte wichtige Perioden im Werk Mirós, der zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts gehört und einst erklärte: “Die Menschen werden mit der Zeit immer besser verstehen, dass ich wider allen falschen Vorstellungen und allen Fanatismen die Tore zu einer anderen Zukunft geöffnet habe.”

Magdalena del Carmen Frieda Kahlo y Calderón wurde am 6. Juli 1907 in Coyoacán, Mexiko-Stadt geboren und verstarb am 13. Juli 1954 in Mexiko-Stadt. Sie zählt zu den bedeutendsten Vertreterinnen einer volkstümlichen Entfaltung des Surrealismus, wobei ihr Werk bisweilen Elemente der Neuen Sachlichkeit zeigte.
Frida Kahlo bezog sich in ihren Werken oft auf die frühe Kunst Mexikos, die der Azteken und Maya, und sie reflektierte die europäische Kunstgeschichte. Ihre Arbeiten befassen sich zudem mit sozialen und politischen Problemen.
Ihre Bedeutung als Künstlerin gewann Frida Kahlo zudem in der Aufarbeitung ihres Leidens in ihren Bildern – insbesondere ihrer chronischen Krankheit, aber auch ihrer Eheprobleme. Von ihren 143 Bildern sind 55 Selbstbildnisse.

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