Frauenweiterbildung, Kultur, Exkursionen und soziales Engagement in Bietigheim seit 2004

Archiv für Juli 2009


Kunstgeschichte

Veranstaltungen Autorin: Leoni Herrmann

Nachdem Wassily Kandinsky schon 1901 die Künstlergruppe “Phalanx” und 1909 die “Neue Künstlervereinigung” gegründet hatte, bildete sich um seine Person 1911 in München die Vereinigung “Der blaue Reiter”. Der Name leitet sich von seinem 1903 entstandenen gleichnamigen Gemälde ab, auf dem ein romantischer Held auf einem weißen Ross querfeldein durch eine Herbstlandschaft reitet.
Gemeinsam mit Franz Marc vereinigte “Der Blaue Reiter” bedeutende deutsche und russische Maler unter einer expressionistischen Konzeption. Die Künstler verband sowohl eine gemeinsame Vorliebe für mittelalterliche Kunst und Primitivismus als auch ein starkes Interesse an der zeitgenössischen französischen Kunst des “Fauvismus” und “Kubismus”.
Zu den engeren Mitgliedern gehörten unter anderen August Macke, Gabriele Münter, Alfred Kubin und Paul Klee.
In Verbindung mit ihnen standen Marianne von Werefkin, Alexej von Jawlensky und der Komponist Arnold Schönberg.
Im Gegensatz zu den Malern der 1905 in Dresden gegründeten Künstlervereinigung “Brücke” versuchten die Vertreter des “Blauen Reiter” die bestehenden Grenzen des künstlerischen Ausdrucksvermögens zu erweitern und zu einer eigengesetzlichen Bildwelt vorzudringen. Diese reicht von der metaphysischen Tiersymbolik Marcs über die Farbphantasien Mackes bis zur märchenhaften Zauberwelt Klees und den mathematisch-musikalischen Abstraktionen Kandinskys.
In seinen eigenen Werken versucht Kandinsky der eigenen Emotionalität Ausdruck zu verleihen, um somit statt den (falschen) Werten der wilhelminischen Gesellschaft zu huldigen, den Menschen zu helfen, die noch weitgehend unbekannte Welt der menschlichen Seele zu entdecken.

Aus dem Lenbachhaus in München kommt eine umfassende Auswahl an Werken der Künstlergruppe “Der Blaue Reiter” nach Baden-Baden.
Seit dem 27. Juni 2009 werden im Museum Frieder Burda so berühmte Werke wie Franz Marcs “Blaues Pferd I” von 1911, August Mackes “Hutladen” von 1913, Alexej von Jawlenskys “Bildnis des Tänzers Alexander Sacharoff” von 1909 und Gabriele Münters “Jawlensky und Werefkin” von 1909 zu sehen sein. Insgesamt 80 Gemälde der, neben der “Brücke”, wichtigsten Künstlervereinigung des 20. Jahrhunderts in Deutschland.
Ergänzt wird die Ausstellung von einer Auswahl an Schwarz-Weißfotografien von Gabriele Münter aus ihrer gemeinsamen Zeit mit Wassily Kandinsky, die sie von 1902 bis 1914 auf Reisen anfertigte.
Ebenso werden viele Portraits, die die Künstler voneinander malten, gezeigt; Ansichten des gemeinsamen Schaffensortes Murnau und verschiedene Lebenssituationen der Freunde und Mitglieder des Blauen Reiter.
Die Künstler des Blauen Reiter liebten das Malen in der freien Natur und drückten das Gesehene und Erlebte in farbstarken Bildern aus, die oft Tiere und Landschaften zum Thema haben. Die Museumsarchitektur von Richard Meier unterstreicht diese Thematik auf natürliche Weise: die großen Fenster und immer wieder andere Blickwinkel durch Öffnungen im Gebäude erlauben dem Betrachter ein direktes Nachvollziehen der Verbindung von Kunst und Natur.

Papst Innozenz III. (1161-1216) legte den Grundstein für die Entwicklung des Inquistionsverfahrens, eine für das Mittelalter neue Form des Ermittlungs- und Strafprozesses. Ursprünglich vorgesehen war die Anwendung des Verfahrens zur Beseitigung innerkirchlicher Missstände. Das Inquisitionsverfahren entwickelte sich aber im Spätmittelalter, ausgehend von seiner Anwendung in der Ketzerinquisition, in verschiedenen Varianten zur vorherrschenden Prozessform sowohl in der geistlichen als auch der weltlichen Gerichtsbarkeit.

Das Christentum vertrat im Gegensatz zu älteren Religionen als monotheistische Offenbarungsreligion einen universellen Wahrheits- und Exklusivitätsanspruch und war als Staatsreligion des Römischen Reiches in staatliche Gefüge eingebettet. Die Idee der Einheit des Staates verband sich so mit der Idee der Einheit der Kirche, wodurch “Glaubensabweichler” nun auch in den Verdacht kamen, die römische Oberhoheit in Frage zu stellen. Häresie wurde zum Akt des “öffentlichen Aufruhrs”, der ähnlich dem Majestätsverbrechen geahndet werden konnte.

“Wirtschaftsstandort Stuttgart – Bewährung in der Krise”

Dozentin: Andrea Rudolph-Hoffmann, M.A., Dipl.-Volkswirtin

Termin: Donnerstag, 15.10.2009 von 8.30-12.00 Uhr
Seminarort: Fit-Kom, Jahnstr. 9, 74354 Besigheim

Kosten: € 15 und für Furiosa-Mitglieder € 13

Am Freitag, 16.10.2009, bieten wir eine Exkursion ins Porsche-Museum, Stuttgart, mit Führung an. Führungsbeginn 12.00 Uhr.

Kosten: € 14 und für Furiosa-Mitglieder € 12

Dozentin: Gisela Ewald-Scheunert
Themen:
“Wir hattend die Wahl – was nun? Nachlese und Ausblicke”
“Die Europäische Union heute – was hat es mit Lissabon denn auf sich?”

Termin: Donnerstag 22.10.2009, 8.30-12.00 Uhr
Seminarort: Fit-Kom, Jahnstr. 9, 74354 Besigheim

Kosten: € 15 und für Furiosa-Mitglieder € 13

Kulturgeschichte zum Thema “Schätze des alten Syrien” wird uns geboten am Donnerstag, 05.11.2009 von 8.30-12.00 Uhr von der Dozentin Andrea Rudolph-Hoffmann, M.A., Dipl.-Volkswirtin.
Seminarort: Fit-Kom, Jahnstr. 9, 74354 Besigheim

Kosten: € 15 und für Furiosa-Mitglieder € 13

Die kommende Ausstellung im Alten Schloss in Stuttgart präsentiert “Schätze des alten Syrien”.
Dr. Frauke Sonnabend wird uns durch die Ausstellung führen am Freitag, 06.11.2009. Führungsbeginn ist 14.30 Uhr.

Kosten: € 14 und für Furiosa-Mitglieder € 12

Stadtführung, nachmittags Ausstellung Lotte Reiniger im Stadtmuseum, anschließende Stocherkahnfahrt.
Organisation: Andrea Rudolph-Hoffmann
Termin: 16.07.2009
Abfahrt: 8.00 Uhr in Bietigheim-Bissingen, Feuerwehrhaus (Privat-Pkw, Bildung von Fahrgemeinschaften)

Dozentin: Annette Keles
Termine: 02.07. und 09.07.2009

Philosophie der Gegenwart – Das postmoderne Denken

Aspekte einer philosophischen Debatte am Ende des 20. Jahrhunderts

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