„Führung in Kunsthalle Anselm Kiefer; Führung in Johanniterkirche“

Termin: Do, 19.11.2026
Führungsbeginn Kunsthalle: 10.00 Uhr
Führungsbeginn Kirche: 11.30 Uhr

Treffpunkt: Lange Str. 35, 74523 Schwäbisch Hall

Kosten für Führungen und Trinkgelder:
€ 23 und für Furiosa-Mitglieder € 20
(max. TN-Zahl: 20)
bitte anmelden bis 05.11.2026

Anselm Karl Albert Kiefer (* 8.März 1945 in Donaueschingen) ist ein deutscher und seit 2018 auch österreichischer Maler und Bildhauer. Er zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Künstlern nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Werke werden in vielen Museen in Europa, Japan und den Vereinigten Staaten von Amerika gezeigt. Kiefer war auf bedeutenden internationalen Kunstausstellungen wie der documenta 6, 7 und 8 oder der Biennale von Venedig (Deutscher Pavillon 1980) vertreten und wurde mit zahlreichen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet.

Kiefer absolvierte ein Kunststudium als Schüler von Peter Dreher in Freiburg und von Horst Antes in Karlsruhe. Seine Karriere begann mit einem Skandal, als er im Rahmen einer fotografisch dokumentierten Performance an verschiedenen Stätten Europas den Hitlergruß ausführte. Seine weitere Arbeit war stark geprägt von Themen aus der deutschen Geschichte und Kultur, von der Hermannsschlacht bis zum Nationalsozialismus, kulminierend im Holocaust und der Zerstörung der jüdischen Kultur in Deutschland. Kiefer gilt als ein Erneuerer der Historienmalerei und großer Illustrator geschichtlicher Katastrophen. Generell zählen überlieferte Mythen, Bücher und Bibliotheken zu seinen bevorzugten Sujets und Inspirationsquellen. Literarische Einflüsse, namentlich von Paul Celan und Ingeborg Bachmann, schlugen sich in seinen Arbeiten der mittleren Jahre nieder. In seinem späteren Werk erweiterte er den sondierten Mythenkreis auf jüdisch-christliche, ägyptische und orientalische Kulturen sowie auf Kosmogonien. Als Künstler des Gegenständlichen sucht und findet er in ihnen seine Quellen zur Weltdeutung und entlehnt ihnen Motive für die Darstellung des Unbegreiflichen und Nicht-Darstellbaren.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Anselm_Kiefer

Kern der in der Johanniterkirche gezeigten Sammlung sind Werke aus den Fürstlich Fürstenbergischen Sammlungen in Donaueschingen, die 2003 Reinhold Würth für „weniger als 50 Millionen Euro“ von Heinrich Fürst zu Fürstenberg erworben hatte und nach ihrer Restaurierung erstmals öffentlich gezeigt werden. Die Sammlung besteht vor allem aus sakralen und profanen Tafelbildern überwiegend von Malern aus dem süddeutschen Raum, unter anderem von Lucas Cranach dem Älteren. Zu den Konvoluten gehören ein Damenbildnis des Hans Süss von Kulmbach und das großartige Porträt eines Herrn von Andreas Haider, außerdem zwei Kopien des siebzehnten Jahrhunderts nach Matthias Grünewald, deren eine das verschollene Bild einer Maria Magdalena vor dem gekreuzigten Christus im Gedächtnis festhält.

Ergänzt wird die Schau durch Objekte aus der Sammlung Würth, darunter Skulpturen und Gemälde von Tilman Riemenschneider, Daniel Mauch, Bartholomäus Zeitblom, Hubert Gerhard und aus dem Umkreis des Hans Multscher. Auch die Winser Madonna wird in der Ausstellung gezeigt.

Seit Januar 2012 ist als wertvollstes Stück dieser Sammlung die Madonna des Bürgermeisters Jakob Meyer zum Hasen von Hans Holbein dem Jüngeren (auch als Darmstädter Madonna bekannt) im Chor der Johanniterkirche ausgestellt.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Johanniterkirche_(Schwäbisch_Hall)