Frauenweiterbildung, Kultur, Exkursionen und soziales Engagement in Bietigheim seit 2004

Der Begriff “Römisches Reich” bezeichnet allgemein das von der Stadt Rom bzw. dem römischen Staat beherrschte Gebiet in der Zeit zwischen dem 6. Jahrhundert v. Chr. und dem 5. bis 6. Jahrhundert n. Chr., wobei sich die Herrschaftsform im Laufe der Zeit von der Königsherrschaft zur Republik und schließlich zum Kaiserreich wandelte. In diesem Gebiet mit seinen vielen Völkern, Sprachen und Religionen breitete es sich als Staat, als Gesellschaftsform und als universalistische Idee aus. Eine eindeutige Abgrenzung ist weder zur vorrömischen Epoche noch zum Byzantinischen Reich möglich.

Die altrömische Überlieferung datiert die Gründung Roms zwischen 814 und 728 v. Chr., meist jedoch um das Jahr 750 v. Chr. Obwohl die ältesten Siedlunsspuren auf dem späteren Gebiet der Stadt sogar bis ins 10. Jahrhundert v. Chr. reichen, stammen die frühesten Hinweise für die Anlage einer Stadt wohl aus dem letzten Drittel des 7. Jahrhunderts v. Chr.

Geschichtlicher Überblick:
1. Königszeit (753 – 510 v. Chr.)
2. Die Zeit der Republik (509 v. Chr. – 133 n. Chr.)
3. Zeit der Bürgerkriege (ab 133 n. Chr.)
4. Prinzipat (Beginn der Kaiserzeit, 27 v. Chr. bis ins 3. Jahrhundert n. Chr.)
5. Reichskrise des 3. Jahrhunderts (auch als “Zeit der Soldatenkaiser” bezeichnet)
6. Spätantike (ab 284 n. Chr.)
7. Untergang des Reiches im Westen und Übergang zum Byzantinischen Reich im Osten (ab 395 n. Chr.)

Rasch haben wir uns an das Reisen ohne Pässe, Grenzkontrollen und die einheitliche Währung gewöhnt.
Parallel dazu erreichen uns Bilder von Bootsflüchtlingen, Aufnahmelagern und Berichte von Menschenrechtsorganisationen.
Was beinhaltet das “Schengener Abkommen”, die Drittländer-Regelung und wie ist die Postition der Bundesrepublik Deutschland?

Im staatlichen Bereich gehört die Sozialpolitik zu den ältesten Politikfeldern. Ihr primäres Ziel ist es, die soziale Lage benachteiligter Gruppen zu bessern, insbesondere durch eine Angleichung der Lebenschancen und Existenzbedingungen. Übergeordnetes politisches Ziel ist die Integration der sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen in die Gesellschaft und damit die Stabilisierung der Gesellschaftsordnung .

Die betriebliche Sozialpolitik geht zurück auf die Entstehung des Fabriksystems. Insbesondere industrielle Großunternehmen (z.B. Krupp) schufen Wohlfahrtseinrichtungen (Kranken-, Sterbe-, Unterstützungs- und Pensionskassen, Konsumanstalten, Wohn- und Ledigenheime) zu einer Zeit, als die staatliche Sozialpolitik noch in ihren Anfängen steckte.

Die deutsche Sozialpolitik ist nur ein Beispiel für die Herausbildung des Wohlfahrtsstaates in den entwickelten Industrieländern.

Werden die sozialen Sicherungssysteme auf Dauer aufrecht erhalten werden können? Dieser Frage wollen wir im Seminar nachgehen.

p>Herta Müller, deren Familie zur deutschen Minderheit in Rumänien gehörte, wurde als Banater Schwäbin in Banat geboren. Ihr Großvater war ein wohlhabender Bauer und Kaufmann. Er wurde unter dem kommunistischen Regime in Rumänien enteignet. Ihre Mutter wurde zu jahrelanger Zwangsarbeit in die UdSSR deportiert. Ihr Vater, eine ehemaliger Soldat der Waffen-SS, verdiente seinen Lebensunterhalt als Lkw-Fahrer.
Nach dem Abitur studierte Herta Müller an der Universität des Westens Timisoara Germanistik und Rumänistik. Ab 1976 arbeitete sie als Übersetzerin in einer Maschinenfabrik, wurde allerdings 1979 nach ihrer Weigerung mit der rumänischen Securitate zusammenzuarbeiten, entlassen. Sie verdiente ihren Lebensunterhalt mit zeitweiliger Lehrtätigkeit in Schulen und in Kindergärten sowie mit privatem Deutschunterricht.
Das Manuskript ihres  ersten Buches “Niederungen” wurde vor der Veröffentlichung in Rumänien dort über vier Jahre vom Verlag zurückgehalten und konnte 1982 in Rumänien nur in stark zensierter Fassung erscheinen.

Das Reiss-Engelhorn-Museum bietet seinen Besuchern ein großes Ausstellungserlebnis. Die Schau “Gold der Steppe. Fürstenschätze jenseits des Alexanderreiches” zeigt einzigartige Hinterlassenschaften der Völker, die am Rande des Alexanderreiches lebten. Lange vor den Hunnen und Mongolen hielten sich im angrenzenden eurasischen Steppenraum dort Skythen und Sarmaten auf. Diese Steppenbewohner haben keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen, dafür aber Artefakte ihrer unglaublich hoch entwickelten Kultur.
Die eindrucksvollste Hinterlassenschaft dieser Völker sind ihre Kunstwerke. Sie sind häufig aus purem Gold und mit kostbaren Edelsteinen und aufwändigen Ornamenten verziert. Die Beispiele skythischer und sarmantischer Kunst sind atemberaubend in ihrer Ausführung: formvollendete Schmuckstücke, filigrane Gewandapplikationen, edle Waffen, kunstvoll verzierter Pferdeschmuck, wertvolle Gefäße und Ziergegenstände. Markenzeichen ihrer Kultur sind aus Gold gearbeitete Tierplastiken und Tierreliefs: vor allem das Pferd nimmt im skythischen Tierstil eine überragende Stellung ein.

Mehr als 200 Exponate, Leihgaben der Staatlichen Eremitage St. Petersburg, der Historischen Museen in Kiew und Asow, geben faszinierende Einblicke in die Traditionen, den Reichtum und die Kunstfertigkeit dieser außergewöhnlichen Kulturen. Die Schau zeigt die bedeutendsten Ausgrabungsfunde der letzten Jahrzehnte.
Diese wertvollen Objekte sind erstmalig in Deutschland ausgestellt.

 Am Rand des Alexanderreichs, im angrenzenden eurasischen Steppenraum, lebten hochzivilisierte Völker. Lange vor den Hunnen und Mongolen hielten sich dort Skythen und Sarmaten auf. Diese geheimnisvollen Steppenbewohner haben keine schriftlichen Aufzeichnungen hinterlassen, dafür aber Artefakte ihrer unglaublich hoch entwickelten Kultur.

Die eindrucksvollste Hinterlassenschaft dieser Völker sind ihre Kunstwerke – zumeist aus purem Gold und mit kostbaren Edelsteinen und aufwendigen Ornamenten verziert. Die Beispiele skythischer und sarmatischer Kunst sind atemberaubend in ihrer Ausführung: formvollendete Schmuckstücke, filigrane Gewandapplikationen, edle Waffen, kunstvoll verzierter Pferdeschmuck, wertvolle Gefäße und Ziergegenstände. Markenzeichen ihrer Kultur sind aus Gold gearbeitete Tierplastiken und Tierreliefs: Vor allem das Pferd nimmt im skythischen Tierstil eine überragende Stellung ein.

10 Jahre Museum für Neue Kunst
In diesem Jahr wird das 10-jährige Bestehen des Museums für Neue Kunst im Hallenbau des  ZKM gefeiert, das mit der groß angelegten Jubiläumsausstellung just what is it… begangen werden soll.
1999 wurde das Museum für Neue Kunst eröffnet mit dem Ziel, bedeutende private Kunstsammlungen des Landes Baden-Württemberg zu präsentieren. Das Jubiläum ist der Anlass zu einer Ausstellung, die verdeutlicht, dass sich – über den Kreis der bisherigen Partner des Museums für Neue Kunst hinaus – gerade in Baden-Württemberg eine bundesweit einmalige Konzentration an privaten Sammlerpersönlichkeiten und Sammlungen befindet, deren Bestände in ihrer Qualität und Quantität außergewöhnlich sind.
100 Jahre Kunst vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts werden anhand von Hauptwerken aus baden-württembergischen Privatbesitz hochkarätig dokumentiert und so wichtige Entwicklungslinien der Moderne und Postmoderne bis hin zur Gegenwart aufgezeigt.

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Museums für Neue Kunst im ZKM werden Werke von der klassischen Moderne bis zur zeitgenössischen Kunst, das heißt von Cezanne und den Expressionisten bis zu Picasso, von Baumeister bis zu Wols, von Pollock bis Rothko, von Warhol und Beuys bis zu Baselitz, Kiefer, Kippenberger und Rehberger ausgestellt.
Von einigen dieser Künstler werden wir etwas über ihre Kunst und ihre künstlerische Laufbahn im Seminar erfahren.

Kunstgeschichte

Veranstaltungen Autorin: Leoni Herrmann

Nachdem Wassily Kandinsky schon 1901 die Künstlergruppe “Phalanx” und 1909 die “Neue Künstlervereinigung” gegründet hatte, bildete sich um seine Person 1911 in München die Vereinigung “Der blaue Reiter”. Der Name leitet sich von seinem 1903 entstandenen gleichnamigen Gemälde ab, auf dem ein romantischer Held auf einem weißen Ross querfeldein durch eine Herbstlandschaft reitet.
Gemeinsam mit Franz Marc vereinigte “Der Blaue Reiter” bedeutende deutsche und russische Maler unter einer expressionistischen Konzeption. Die Künstler verband sowohl eine gemeinsame Vorliebe für mittelalterliche Kunst und Primitivismus als auch ein starkes Interesse an der zeitgenössischen französischen Kunst des “Fauvismus” und “Kubismus”.
Zu den engeren Mitgliedern gehörten unter anderen August Macke, Gabriele Münter, Alfred Kubin und Paul Klee.
In Verbindung mit ihnen standen Marianne von Werefkin, Alexej von Jawlensky und der Komponist Arnold Schönberg.
Im Gegensatz zu den Malern der 1905 in Dresden gegründeten Künstlervereinigung “Brücke” versuchten die Vertreter des “Blauen Reiter” die bestehenden Grenzen des künstlerischen Ausdrucksvermögens zu erweitern und zu einer eigengesetzlichen Bildwelt vorzudringen. Diese reicht von der metaphysischen Tiersymbolik Marcs über die Farbphantasien Mackes bis zur märchenhaften Zauberwelt Klees und den mathematisch-musikalischen Abstraktionen Kandinskys.
In seinen eigenen Werken versucht Kandinsky der eigenen Emotionalität Ausdruck zu verleihen, um somit statt den (falschen) Werten der wilhelminischen Gesellschaft zu huldigen, den Menschen zu helfen, die noch weitgehend unbekannte Welt der menschlichen Seele zu entdecken.

Aus dem Lenbachhaus in München kommt eine umfassende Auswahl an Werken der Künstlergruppe “Der Blaue Reiter” nach Baden-Baden.
Seit dem 27. Juni 2009 werden im Museum Frieder Burda so berühmte Werke wie Franz Marcs “Blaues Pferd I” von 1911, August Mackes “Hutladen” von 1913, Alexej von Jawlenskys “Bildnis des Tänzers Alexander Sacharoff” von 1909 und Gabriele Münters “Jawlensky und Werefkin” von 1909 zu sehen sein. Insgesamt 80 Gemälde der, neben der “Brücke”, wichtigsten Künstlervereinigung des 20. Jahrhunderts in Deutschland.
Ergänzt wird die Ausstellung von einer Auswahl an Schwarz-Weißfotografien von Gabriele Münter aus ihrer gemeinsamen Zeit mit Wassily Kandinsky, die sie von 1902 bis 1914 auf Reisen anfertigte.
Ebenso werden viele Portraits, die die Künstler voneinander malten, gezeigt; Ansichten des gemeinsamen Schaffensortes Murnau und verschiedene Lebenssituationen der Freunde und Mitglieder des Blauen Reiter.
Die Künstler des Blauen Reiter liebten das Malen in der freien Natur und drückten das Gesehene und Erlebte in farbstarken Bildern aus, die oft Tiere und Landschaften zum Thema haben. Die Museumsarchitektur von Richard Meier unterstreicht diese Thematik auf natürliche Weise: die großen Fenster und immer wieder andere Blickwinkel durch Öffnungen im Gebäude erlauben dem Betrachter ein direktes Nachvollziehen der Verbindung von Kunst und Natur.

Populäre Seiten

  • Satzung
  • Unsere Veranstaltungen
  • Infos über die Akademie
  • Unsere Dozentinnen
  • Aktuelles Semester
  • Kontakt