Dozentin: Julia Hellermann, M.A.

Termin: Do, 24.09.2026
von 8.30 bis 12.00 Uhr
Fit-Kom, Jahnstr. 9, 74354 Besigheim

Kosten: € 16 und für Furiosa-Mitglieder € 14

Neuhumanismus bezeichnet die Wiedererweckung der (literatur-)humanistischen Bewegung etwa ab 1750 in Deutschland. Den Begriff prägte der Schulhistoriker Friedrich Paulsen (1885).
Bereits der klassische Humanismus des späten Mittelalters (Petrarca) und der Renaissancezeit war durch die intensive Beschäftigung mit der römischen und griechischen Literatur, die teilweise erst wiederentdeckt werden musste, charakterisiert (studia humaniora). Die Antike und vor allem das Römische (Cicero) wurden als klassisches menschliches Muster und Ideal (humanitas) empfunden: Die Sprache trenne den Menschen vom Tier, die gebildete Sprache vom Barbaren und schaffe Zugang zur Sphäre des Geistigen und Göttlichen. Sowohl in der protestantischen Gelehrtenschule, die den Zugang zur Bibel im Originaltext schaffen wollte (Philipp Melanchthon), als auch im katholischen Jesuiten-Gymnasium bestimmte die christlich interpretierte Klassikerlektüre den Bildungsgang. Das Lateinische genoss dabei eindeutig den Vorrang.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Neuhumanismus